{"id":271,"date":"2018-09-27T12:04:12","date_gmt":"2018-09-27T12:04:12","guid":{"rendered":"http:\/\/groihofer.at\/meinblog\/?p=271"},"modified":"2019-08-12T12:07:04","modified_gmt":"2019-08-12T12:07:04","slug":"stefanie-theuretzbacher-jenseits-von-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/2018\/09\/27\/stefanie-theuretzbacher-jenseits-von-afrika\/","title":{"rendered":"Stefanie Theuretzbacher: Jenseits von Afrika"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Eine junge \u00f6sterreichische Architektin wagt den Sprung in den fernen Kontinent und er\u00f6ffnet in der 18-\u00adMillionen-Metropole Lagos ein B\u00fcro. Sie ist gekommen, um zu bleiben. Eine mutige und h\u00fcrdenreiche Entscheidung mit der Chance, an der \u00adEntwicklung im bev\u00f6lkerungsreichsten Land Afrikas mitzuwirken.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-272\" alt=\"ABF_018 Stefanie Theuretzbacher\" src=\"http:\/\/groihofer.at\/meinblog\/files\/2019\/08\/1steftheuretzbacher_018_ph_1301.jpg\" width=\"230\" height=\"284\" \/>Fotografie: Larry Williams<\/p>\n<p><strong><!--more-->2015 haben Sie mit einem nigerianischen Architekten in Lagos, dem Finanz- und Wirtschaftszentrum der Subsahara, das Studio Elementals gegr\u00fcndet. Schon vorher planten Sie in Afrika. Wie kam es dazu?<\/strong><br \/>\nDas hat eine lange Vorgeschichte, die schon in der Jugend mit Musik begann. Ich spiele seit vielen Jahre Djemb\u00e9. So kam ich zum ersten Mal f\u00fcr einige Wochen nach Mali. Diese Zeit hat mich so stark gepr\u00e4gt, dass ich danach ein anderer Mensch war. Und seither hat es mich immer wieder in afrikanische L\u00e4nder gezogen. Die Verbindung zur Arbeit wurde das erste Mal \u00fcber das \u201e[applied] Foreign Affairs Lab\u201c der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst, geleitet von B\u00e4rbel M\u00fcller, hergestellt, wo ich auch an der 2017 erschienenen Publikation \u00fcber die Labs in Ghana und im Kongo mitgearbeitet habe. Die Labs sind Studentenprojekte in Subsahara-Afrika, Projekte in unterschiedlichen Ma\u00dfst\u00e4ben, st\u00e4dtebauliche, architektonische, aber auch k\u00fcnstlerische. Sp\u00e4ter ging die Reise privat weiter nach Ruanda, \u00c4thiopien und Guinea \u2013 auch zum Trommeln. Danach bekam ich das Tische-Stipendium, das jungen Architekten das Sammeln internationaler Erfahrungen auf dem Gebiet der Baukultur erm\u00f6glicht, und meine Wahl fiel logischerweise auf Afrika.<\/p>\n<p><strong>Kann eine in Europa ausgebildete Architektin dort etwas beitragen?<\/strong><br \/>\nWichtig ist eine Wechselbeziehung. F\u00fcr mich ist Europa beim Bauen und in der Architektur ersch\u00f6pft, \u00fcberreglementiert, der Markt ges\u00e4ttigt. Ich habe das Gef\u00fchl, in \u00d6sterreich keine Chancen als junge Architektin zu haben. In Nigeria hat man viel mehr M\u00f6glichkeiten, es gibt viel zu tun, das Land ist im Aufbau, und es ist vieles flexi\u00adbler im Vergleich zu den Einschr\u00e4nkungen durch Gesetze und Normen in \u00d6sterreich. In Lagos kann ich selbstst\u00e4ndig und selbst entscheidend arbeiten. Wo man hinschaut, sieht man etwas, zu dem man viele Ideen und die Chance zur Verbesserung hat.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht Ihr Arbeitsalltag in Lagos aus?<\/strong><br \/>\nDie Stadt ist ein Wahnsinn. Lagos ist mit rund 18 Millionen Einwohnern die bev\u00f6lkerungsreichste Stadt und Volkswirtschaft Afrikas, wirtschaftliches Zentrum, das alle Leute anzieht. Eine Stadt der Extreme, Reichtum und Armut, Slums, Hochh\u00e4user und Villenviertel. Nigeria ist ein \u00d6lstaat, hier in Lagos konzentriert sich das Geld, das bietet M\u00f6glichkeiten. Im Moment werden ganze Inseln im \u201eDubai-Style\u201c aufgesch\u00fcttet. Dort entstehen Reichenghettos und B\u00fcroviertel. Ob das f\u00fcr das Land allerdings gesund oder sinnvoll ist?<\/p>\n<p><strong>Gibt es eine Stadtplanung, eine Baudirektion?<\/strong><br \/>\nEs gibt eine Stadtplanung, jedoch nur in einem sehr gro\u00dfen Ma\u00dfstab. Die Stadt ist ja riesig. Es gibt so gut wie keine Verwaltung. Der Staat ist kaum sichtbar. Auf den Stra\u00dfen nicht, was den Strom betrifft nicht, die Leute haben das Gef\u00fchl, dass sie alles f\u00fcr sich selber machen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Der St\u00e4rkere setzt sich durch?<\/strong><br \/>\nAbsolut. Es herrscht ein Riesentempo und gro\u00dfer Druck. F\u00fcr jeden, der einmal krank ist, schieben schon zehn weitere nach. Das merkt man auch an der Dichtheit auf den Stra\u00dfen. Und ich merke es an mir selbst. Man muss dort viel mehr leisten als hier. Beantwortet man ein E-Mail ein paar Tage nicht, war\u2019s das. Es gibt keine Wochenenden oder geregelte B\u00fcrozeiten.<\/p>\n<p><strong>Wie sind Sie in Lagos organisiert?<\/strong><br \/>\nEs gibt eine l\u00e4nder\u00fcbergreifende Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Leuten, jedoch in keinem gemeinsamen B\u00fcro. Die Stadt ist so riesig und un\u00fcbersichtlich, der Verkehr chaotisch, sodass arbeiten an einem Ort schwierig ist. Es braucht Stunden, um von einem Punkt zu einem anderen zu kommen. Als ich vor zwei Jahren meine Firma \u201eStudio Elementals\u201c gr\u00fcndete, herrschte aufgrund der Wirtschaftskrise Stillstand, die W\u00e4hrung st\u00fcrzte ab. Jetzt erholt sich die Wirtschaft, und wir bekommen laufend neue Projekte, wie das Signature Suites Hotel in Asaba, die Renovierung des Chellaram House in Lagos oder der Signature Suites in Lagos. Auch kleinere Projekte ergeben sich. Ich habe einen Prototypen f\u00fcr einen Concept-Store f\u00fcr das Start-up Joko geplant. Dahinter steht die Idee, ein afrikanisches IKEA zu gr\u00fcnden, wo M\u00f6bel g\u00fcnstig, nachhaltig und modular vorfabriziert und lokal produziert werden sollen. Bisher scheiterte es leider an der Umsetzbarkeit. Es gibt einfach keine M\u00f6belfabriken, die in gro\u00dfen Mengen produzieren und auch speziellere Formen herstellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Wer sind die Auftraggeber beim Wohnbauprojekt, der Renovierung des Chellaram House in Lagos?<\/strong><br \/>\nDas ist eine indische Familie. Es ist eine interessante Herausforderung, mit ganz unterschiedlichen Auftraggebern zu arbeiten. Die Kultur, wie man ein Gespr\u00e4ch beginnt, wie man \u00fcber Geld spricht, ist ganz unterschiedlich. Den Umgang mit Auftraggebern muss man erst lernen.<\/p>\n<p><strong>Sind Sie auch an traditionellen Bauformen, wie den Lehmbauten in Mali, interessiert?<\/strong><br \/>\nIn Nigeria ist es kaum m\u00f6glich, noch eine Verbindung zur Tradition zu finden. Da m\u00fcsste man in sehr entfernte l\u00e4ndliche Gebiete reisen, was im Moment aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht ratsam ist. Im Moment scheint die traditionelle Bauweise v\u00f6llig vergessen worden zu sein. Die meisten Nigerianer streben nach westlich aussehenden Geb\u00e4uden, die jedoch klimatisch \u00fcberhaupt nicht funktionieren: Betonbl\u00f6cke mit Blechdach, eine Bauweise, die nur mit Klimaanlage funktioniert, was in Nigeria extrem problematisch ist. Es heizt sich alles auf, und die \u00f6ffentliche Stromversorgung ist limitiert und unzuverl\u00e4ssig. Um richtig versorgt zu sein, m\u00fcssen Geb\u00e4ude autark sein und wie ein eigenes Kraftwerk funktionieren. Wasserversorgung, Strom, Abwasser, einfach alles. Es gibt eine kleine Szene, die versucht, Qualit\u00e4ten von traditionellen Bauweisen neu umzusetzen und umzuwandeln. Doch es ist sehr schwer, daf\u00fcr interessierte Bauherren zu finden. Leute, die sich das Bauen leisten k\u00f6nnen, haben einen Bezug zu Europa und Amerika, sie wollen eine Villa nach antikem Vorbild mit griechischen S\u00e4ulen, wie man es in Kalifornien sieht. Eine nicht ad\u00e4quate Formensprache, die sich da hineinzw\u00e4ngt. Dass es in diesen L\u00e4ndern sehr wohl nachhaltige traditionelle Techniken gibt, wei\u00df man. Diese jedoch wieder verf\u00fcgbar zu machen und an diese anzukn\u00fcpfen, daraus f\u00fcr die heutige Zeit, f\u00fcr das Hochhauszeitalter, Techniken zu entwickeln, ist schwierig und dauert eine Lebenszeit. Der Lehmbau kleiner d\u00f6rflicher Strukturen war daf\u00fcr nicht gemacht und nicht geeignet.<\/p>\n<p><strong>Gibt es eine lokale Architekturszene?<\/strong><br \/>\nEs gibt in Nigeria Universit\u00e4ten, an denen man auch Architektur studieren kann. Jedoch, wer es sich leisten kann, studiert im Ausland, weil hier die Qualit\u00e4t nicht so toll ist. Vor den 1980er Jahren gab es noch gut ausgebildete Architekten, die Wert auf klimatisch intelligentes und gut ausgef\u00fchrtes Design legten, dann gab es einen Bruch, und das Wissen ging verloren. Man merkt, dass die Ausbildung in den letzten 30 Jahren komplett den Bach hinuntergegangen ist. Die ganze Branche ist schwierig, weil es nur wenige Bauherren gibt, die \u00fcberhaupt verstehen, was Architektur bedeutet und was Architekten leisten und was deren Aufgaben sind. Es geht immer um den Preis, der so stark gedr\u00fcckt wird, dass man kaum Leistung erbringen kann. Ein Ausf\u00fchrungsplan in Europa ist zirka auf dem Niveau eines Vorentwurfsplanes hier. Es fehlt eine Art Grundbildung der Menschen und Auftraggeber.<\/p>\n<p><strong>Fehlt also auch ein \u00f6ffentlicher meinungsbildender Prozess? Sind Wegbereiter in Sicht?<\/strong><br \/>\nJa, vor allem in der Literatur hat dies schon in den 1980er Jahren begonnen, etwa mit dem Literaturnobelpreistr\u00e4ger Wole Soyinka, der in Pidgin-English Theaterst\u00fccke schrieb. Die bildende Kunst hat noch viel aufzuholen im Vergleich zur Kunstszene in Ghana, die viel radikaler und fortgeschrittener ist. Man muss aber auch bedenken, dass es kaum \u00f6ffentliche F\u00f6rderungen und nur wenige private Geldgeber gibt, die die Arbeit vorantreiben k\u00f6nnten. Aber die Chancen werden von Jahr zu Jahr mehr. Es gibt jetzt zum Beispiel eine afrikaweite j\u00e4hrliche Kunstmesse \u2013 Art X Lagos \u2013 sowie seit letztem Oktober die erste Kunstbiennale (Lagos Biennal). Die Architekten hinken total hinterher.<\/p>\n<p><strong>Was sind Ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre?<\/strong><br \/>\nIch w\u00fcnsche mir einen Beitrag zu leisten und etwas von dem zur\u00fcck zu geben, was ich bekommen habe. Ich sehe die Privilegien, die ich hatte, unbeschadet in \u00d6sterreich aufzuwachsen. Die meisten \u00d6sterreicher haben ja keine Ahnung, wie gut es ihnen geht. Hier gibt es oft keinen Strom, kein Wasser oder Verkehrschaos. Man muss dreimal so viel Zeit ins Arbeiten investieren, um \u00fcberhaupt arbeiten zu k\u00f6nnen. Etwas effektiv auf die Reihe zu bringen ist ungleich schwieriger. Allein schon die Hitze, Feuchtigkeit und die schlechte Luft machen Konzentration schwer. Dazu die langen Wege, Stunden im Stau zu einem Meeting. Alles erfordert eine gro\u00dfe Anstrengung und gro\u00dfen Willen. Aber, wenn dann einmal etwas funktioniert, ist es umso toller. In Lagos kann man an einem Tag zehn Nervenzusammenbr\u00fcche und ebenso viele Gl\u00fccksstunden erleben, hintereinander auf und ab. Ich denke, diese Intensit\u00e4t zieht mich auch dorthin.<\/p>\n<p><strong>Sie haben die Ausbildung bei Wolf D. Prix und Hani Rashid gemacht, sehr technikaffine und innovative Architekten. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen diesen Vorbildern und der Realit\u00e4t in Nigeria?<\/strong><br \/>\nEs ist tats\u00e4chlich ein Spagat. Man muss immer abw\u00e4gen zwischen dem Versuch, etwas extrava\u00adganter zu machen, mit dem Risiko schlechter Ausf\u00fchrung oder gut ausgef\u00fchrter einfacher Planung. Man muss sich permanent mit den realen Ausf\u00fchrungstechniken, Materialien und Fertigkeiten der ausf\u00fchrenden Firmen und Handwerker besch\u00e4ftigen und die Anforderungen herunterschrauben. Ich bewege mich weg vom \u00fcberdigitalisierten Arbeiten, das macht hier keinen Sinn.<\/p>\n<p><strong>Man bricht es herunter auf einfache Medien, die lesbar sind.<\/strong><br \/>\nJa, das mit dem Lesen-K\u00f6nnen ist \u00fcberhaupt so eine Sache, man kann nicht einfach einen Plansatz \u00fcbergeben und ist dann weg. Man muss pr\u00e4zise betreuen, komplizierte Rundungen selbst ausstecken. Es braucht mehr Zeit und Energie. Und man muss bei jedem Detail \u00fcberlegen, will der Bauherr es \u00fcberhaupt, oder zwinge ich es ihm auf, weil es mir gef\u00e4llt. Es werden in Nigeria nur sehr wenige Baumaterialien hergestellt, der Rest wird teuer importiert. Will ich qualit\u00e4tsvolle Fenster und keine billigen chinesischen Aluminium-Schiebeprofile, dann muss vom Bauherrn Geld, Zeit und der Wille da sein, diese zu importieren. Das muss man alles vorher wissen und in der Planung ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>Wurden Sie darauf vorbereitet?<\/strong><br \/>\n\u00dcberhaupt nicht, das ist ein leidvolles learning by doing. Im Studium ging es nur darum, neue Konzepte und Formen f\u00fcr R\u00e4ume zu entwickeln, h\u00fcpfende und fliegende Geb\u00e4ude ohne Bezug zur Realit\u00e4t und Umsetzung. Ich bereue jedoch keine Sekunde. Ich glaube, es f\u00e4llt mir im Nachhinein leichter, den leidvollen Prozess jetzt durchzumachen. Nach meiner Erfahrung ist das Wichtigste, dass es zu einem l\u00e4ngeren Austausch mit den Menschen kommt, um auch das Umfeld und Situation, Kontext und kulturelle Unterschiede zu verstehen.<\/p>\n<p><strong>Sie betreuen als Konsulentin auch zwei Entwicklungshilfe-Projekte f\u00fcr die UNIDO, eines im Irak und eines im S\u00fcdsudan.<\/strong><br \/>\nIm Irak entsteht ein Agriculture-Trainings-Center, eine Zusammenarbeit zwischen der UNIDO und dem [applied] Foreign Affairs Lab der Angewandten, wo ich Projektarchitektin bin und auch die Bauaufsicht mache. Das ist ein monatelanger Prozess, um Kultur, Ort und Klima zu verstehen. Wenn man viel in anderen L\u00e4ndern und Kontexten arbeitet, dann kann man sich viel leichter hineinversetzen. Man hat einen Katalog im Kopf, dem man die neuen Teile zuordnet. Die Idee hinter dem Projekt im Irak ist, dass Binnenfl\u00fcchtlinge aus der Gegend von Mossul ein Geb\u00e4ude, Gew\u00e4chsh\u00e4user und einen Garten n\u00fctzen k\u00f6nnen und vor allem Frauen aus ihrem Zeltalltag he\u00adrauskommen in ein Umfeld, in dem sie sich austauschen k\u00f6nnen und wo sie Gem\u00fcseanbau lernen, damit sie vielleicht zus\u00e4tzliche Perspektiven haben, wenn sie dann wieder ein neues Leben anfangen. Entwicklungszusammenarbeit ist immer schwierig und organisatorisch komplex.<br \/>\nMir pers\u00f6nlich ist wichtig, \u00c4ngste und Vorurteile gegen\u00fcber Afrika durch Aufkl\u00e4rung zu nehmen. Je mehr Leute mich besuchen kommen, umso mehr Verst\u00e4ndnis kann ich stiften. Afrika hat noch so viele M\u00f6glichkeiten und Ressourcen. Das sehe ich als extremes Potenzial. Mich st\u00f6rt, dass immer nur \u00fcber Trag\u00f6dien, Armut und nigerianische Fl\u00fcchtlinge berichtet wird. Das h\u00e4ngt auch mit den Medien zusammen. Der ORF hat nicht einen einzigen Korrespondenten in ganz Afrika. Wenn nie etwas Positives berichtet wird, wird ein Anerkennungsprozess unendlich sein. Ich w\u00fcnsche mir, dass jeder sich \u00f6ffnet und die Chance bekommt dazuzulernen. Lagos braucht Infrastruktur, Bildung und Gesundheitsversorgung. Wenn diese drei Dinge nicht funktionieren, ist es schwierig. Meine Zukunft sehe ich im afrikanischen Raum, wo ich auch etwas zur Aufbauarbeit beitragen kann.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>STEFANIE THEURETZBACHER,\u00a0<\/strong>geb. 1988 in Wien,<br \/>\n2018 Ziviltechnikerpr\u00fcfung, Studium an der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst: 2017 Di\u00adplom in Architektur (Mag. Arch.), 2017 Studio Hani Rashid, 2012\u20132016 Studio Wolf D. Prix; 2011\u20132012 [applied] Foreign Affairs Lab bei B\u00e4rbel M\u00fcller.<br \/>\nSeit 2017 internationale Konsulentin f\u00fcr die UNIDO, Projekt \u201eAgricultural training center for internally displaced persons\u201c in Erbil, Iraq und \u201eFish market structure\u201c in Pibor, South Sudan.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Projekte\u00a0<\/strong>(Auswahl)<br \/>\n2015 Gr\u00fcndung mit einem Partner des \u201eStudio Elementals\u201c in Lagos, Nigeria; Projektauswahl 2017: \u201eFa\u00e7ade design for Providus Bank\u201c, Surulere, Lagos, Nigeria; Planung des \u201eSignature Suites Hotel\u201c in Asaba, Delta State, Nigeria; Renovierung des \u201eSignature Suites Hotel\u201c in Lagos; Renovierung des \u201eChellaram House\u201c in Lagos; Planung \u201eOffice Building Lekki\u201c, Lagos; 2016 \u201eJoko Shop\u201c: Entwicklung und Planung eines Prototypen f\u00fcr pr\u00e4fabrizierte Holzm\u00f6bel.<br \/>\nZahlreiche Studienreisen im Subsahara-Raum, k\u00fcnstlerische Projekte, Teilnahme an Gruppenausstellungen, u.\u2009a. an der Marrakech Biennale 2016, \u201eTracing the Periphery\u201c \u2013 Video und Installation. Mitarbeit an verschiedenen Publikationen, u.\u2009a. Co-editor Buch:\u201e[a]FA Lagos Legacy\u201c (<a href=\"http:\/\/www.issuu.cm\/\" target=\"_blank\">www.issuu.cm(link is external)<\/a>), 2017; Co-editor Buch:\u00ad\u201eApplied Foreign Affairs\u201c (Birkh\u00e4user), 2016.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/studio_elementals\/\" target=\"_blank\"><strong><em>www.instagram.com\/studio_elementals<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine junge \u00f6sterreichische Architektin wagt den Sprung in den fernen Kontinent und er\u00f6ffnet in der 18-\u00adMillionen-Metropole Lagos ein B\u00fcro. Sie ist gekommen, um zu bleiben. Eine mutige und h\u00fcrdenreiche Entscheidung mit der Chance, an der \u00adEntwicklung im bev\u00f6lkerungsreichsten Land Afrikas mitzuwirken. Fotografie: Larry Williams<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271"}],"collection":[{"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=271"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":273,"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271\/revisions\/273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/groihofer.at\/meinblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}